Call of Duty: Black Ops – Der Single-Player-Test

Man kann zu Recht behaupten, dass Call of Duty Black Ops zu den most wanted Spielen der letzten Wochen gehörte. Die Nachrichten wurden mit Informationen zum neuen CoD 7 regelrecht überschwemmt und die Geister schieden sich an dem Ego-Shooter aus dem Hause Treyarch. Das mit diesem Spiel vor allem Activision ein weiterer Mega-Coup gelungen ist, bleibt dabei außer Frage.

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Lasst die Spiele beginnen…

Eines fällt bereits zu Beginn des Spieles auf. Das Hauptmenü ist Innovativ. Zwar fühlt man sich in den beengten Stuhl an welchem man gefesselt ist auch als Spieler nicht wirklich behaglich, der Stimmung es Spielt schadet dies jedoch in keiner Weise. Über einen Monitor kann man die jeweiligen Menüpunkte auswählen, ansonsten ist der „Verhörraum“, welcher als 3D-Umgebung im Hauptmenü fungiert recht Interaktionslos.

Mit dem Start der Single-Player-Kampagne beginnt auch die Geschichte zu diesem Raum. Anfangs in ein Verhör mit eher unsauberen Foltermethoden werden sukzessive Informationen aus Ihrem Alter Ego gepresst, welche Sie in kurzen Spielesequenzen nachempfinden werden. Und diese Flashbacks ergeben die gesamte Kampagne.

Black Ops ist nichts für Rambos

Es fällt besonders zu Anfang auf, dass Sie, sollten sie nicht mit Ihrem Team zusammenarbeiten, sondern auf eigenen Faust die Mission meistern wollen, schnell das zeitliche segnen werden. Überschlagenes Vorgehen und gegenseitige Deckung sind genauso wichtig, wie das Warten auf den richtigen Moment und Rückendeckung.

Der Schwierigkeitsgrad ist in den ersten beiden Modi jedoch zu leicht ausgefallen. Während der einfachste Schwierigkeitsgrad zum durchlaufen einlädt und auch der nachfolgende nicht wirklich besser ist, verlangt der Modus Hardcore einiges ab. 2, maximal drei Treffer können Sie in diesem Modus abhalten, danach ist Schicht im Schacht. Der Schwierigste Modus – Veteran – ist nur für absolute Geeks des Fachs zu empfehlen.

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Unterhaltungswert von CoD 7 auf hohem Niveau

callofduty01_DW_We_1153767p-quelle-welt.deDas Leveldesign der Kampagne ist enorm geradlinig und gescriptet. Sehr viele Ereignisse werden erst ab einer bestimmten Stele ausgelöst und solange passiert entweder nichts und sie können geruhsam mit ihren Teamkollegen eine Runde Skat klopfen oder Sie sitzen an einer Schlachtposition fest und die Gegner strömen in nicht endenden Horden auf Sie ein, da der Missionstrigger nicht ausgelöst wurde und Sie so nur hoffen können, dass die Munition reichen wird.

Vorteil dieser äußerst linearen Gestaltung ist die kinoreife Inszenierung des Einzelspielermodus. Startende Sojus-Raketen, Motorrad-Verfolgungsjagden oder Black-Hawk-Down ähnliche Szenarien in Laos. Alle Einsätze sind dadurch extrem kurzweilig und bieten kaum Zeit zu verschnaufen, denn eines ist gewiss. Sie werden schnell wieder gefordert sein.

Des Weiteren spielen Sie immer nur einen kurzen Mittelteil einer klassischen Mission. Meist hält sich mit Vorgeplänkel, wie ausschweifenden Geschichtsstunden und dem Erreichen von rettenden Gebieten im Rahmen, größtenteils sind Sie sofort im geschehen, kämpfen sich durch Feindgebiet und werden durch einen unverhofften Fehlschlag aus der Bahn geworfen. Gewöhnungsbedürftig am Anfang, doch nach einiger Zeit recht unterhaltsam.

Das Leveldesign von Call of Duty Black Ops…

…kann überzeugen. Auf dem PC gibt es sehr schöne und detaillierte Missionen zu bestaunen. Egal ob verschneite Militärbasen, Gefangenenlager, Dschungelcamps oder Häuserschluchten in Hong Kong – die Szenerie wirkt erstaunlich oft authentisch.

Auch die Grafik braucht sich nicht zu verstecken und hat einiges zu bieten. Neben sehr vielen Partikeleffekten, Licht- und Schattenspielen kann auch die Vielseitigkeit und Häufigkeit der Spezialeffekte überzeugen. Herunterprasselnde Erde nach Granatenexplosion wurde sowohl im Audio-, als auch visuellen Bereich sehr gut umgesetzt. Zudem ist jede einzelne Waffe fein modelliert und die Stimmung durch jeweilige Umgebungs/Himmelfarben monumental eingefangen.

Die Spielbalance von Black Ops…

… ist sehr ausgewogen. Die unterschiedlichen Waffen und Waffengattung haben alle ihren eigenen „Charme“. Jede Waffe verhält sich anders, hat andere Schusseigenschaften und ihre eigenen „Macken“. So ist es wesentlich schwieriger mit einer AK 47 durch den Dschungel von Vietnam zu huschen, weil das Magazin der M16 alle ist, als mit selbiger durch gezielte Schüsse von vorherein auszukommen. Ihre Teamkameraden werden es Ihnen genauso danken, wie Ihre Nerven.

Abwechslungsreich kann man Call of Duty 7 …

… durchaus nennen. Die Einsatzorte der Missionen sind genau so unterschiedlich, wie die jeweiligen Epochen und Missionsarten. So haben Sie einmal den Auftrag, den jungen Fidel Castro in den 60ern zu eliminieren, dann befinden Sie sich in der Haut eines russischen Soldaten kurz nach dem Ende des 2. Weltkrieges, um letzten Endes in einem Spionageflugzeug Teamkameraden durch feindliches Gebiet zu lotsen.

Schnelle Sprintpassagen und Überlebenskämpfe wechseln sich in CoD 7 genauso häufig ab, wie Verteidigungsszenen nach einer Einkesselung und enorm durchgeplante, zeitkritische Missionen, bei denen Sie sich keine Fehler leisten sollten.

black-ops-cubaNatürlich sind die obligatorischen Zwischensequenzen nach jeder Mission wieder mit dabei, welche jedoch nach einiger Zeit an Ihrem Reiz verlieren. Zu psychedelisch und abgedreht wirkt die gesamte Kulisse in einem Kellerverlies und den Mordanschuldigungen an … aber lassen wir das – Spoilergefahr.

Call of Duty 7 ist ein würdiger Nachfolger zu Modern Warfare 2. Eine wesentlich interessantere, wenn auch nicht Blockbusterreife Story lädt zumindest im Single-Player ein, die kurzweiligen und schnellen Missionen eine nach der anderen durchzuspielen, um die verschiedenen Klimazonen und Konfliktgebiete der damaligen Zeit kennen zu lernen.

Für all jene die ein Call of Duty mit etwas ähnlichem wie einer Story seit langem Suchen, ist Call of Duty Black Ops wärmsten zu empfehlen.

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