Streit bereists vor dem G-20-Gipfel in Seoul

Official White House Photo by Pete Souza

Vor dem Start des G-20 Gipfel, der am Donnerstag in Seoul beginnt, haben sich die Meinungen und Vorstellungen der Länder zum weltweiten Handlungsgleichgewicht bereits erheblich verhärtet. Bei einem Vorgespräch zum anstehenden Gipfel beharrte Kanzlerin Angela Merkel auf den deutschen Wirtschaftsüberschuss und warnte zugleich davor, dass man keine Verzerrungen der Wechselkurse hervorrufen sollte.

Im Fokus des Gipfels zwischen den 20 führenden Industrienationen stehen vor allem die Themen Währungspolitik und Handelsbilanzen. Doch bereits im Vorfeld zeichnet sich ab, das die jeweiligen Finanzminister der Länder nicht von ihren Vorstellungen abweichen werden und das es keinen Kompromiss geben wird. Für weitere Unruhe wird auch die Meldung sorgen, dass der chinesische Exportüberschuss sehr stark gestiegen ist und dagegen das Handelsdefizit der USA sich bei etwa 45 Milliarden Dollar bewegen dürfte.

Chinesen halten Währung niedrig

Den Chinesen wird allgemein vorgeworfen, ihre Währung künstlich niedrig zu halten, um sich damit auch weiterhin einen enormen Vorteil am Weltmarkt zu verschaffen. Aufgrund dieser Tatsache wird beim Gipfel erwartet, dass der Druck auf die chinesische Regierung zunehmen dürfte, um ein Gleichgewicht herzustellen.

Die Chinesen werden mit Sicherheit auch dazu aufgefordert werden, ihren Teil zur Unterstützung der Weltwirtschaft zu leisten. Gleichzeitig verteidigte Angela Merkel aber auch den Exportüberschuss Deutschlands und führte an, dass dies lediglich ein Zeichen dafür sei, dass die deutschen Produkte wettbewerbsfähig seien und das Ergebnis weltweiter Marktprozesse wiedergibt. Man darf aufgrund der Spannungen im Vorfeld einen spannenden Gipfel erwarten und hoffen, dass es vernünftige Lösungen geben wird.

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