USA: Sarah Palin-Hacker David Kernell muss für 366 Tage ins Gefängnis

David Kernell, der sich im Jahr 2008 in den privaten E-Mail Account der damaligen US Senatorin Sarah Palin gehackt hatte, muss für ein Jahr und einen Tag ins Gefängnis. Die Strafe wurde nicht zu Bewährung ausgesetzt.

Der Sohn eines demokratischen Politikers hatte nach eigenen Angaben nur wenige Minuten gebraucht um die Sicherheitsfrage der E-Mail Adresse gov.palin@yahoo.com zu knacken. „Wo haben Sie Ihren Mann kennen gelernt?“ war die Frage, die nach nur wenigen Minuten mit der Antwort „Wasilla High” gelöst war. Die republikanische Politikerin, die sich zu der Zeit um das Amt der Vizepräsidentin bewarb, hatte als Antwort den Namen ihrer alten Schule benutzt.

Der Datendiebstahl, der jedoch keine großartig schockierenden Ergebnisse brachte, sondern lediglich ein paar unbedeutende E-Mails und ein paar alte Familienfotos zum Vorschein brachte, wurde jetzt mit einem Jahr und einem Tag Gefängnis ohne Bewährung bestraft.

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Manch einer mag sich wundern, weshalb das Gericht David Kernell zu einem Jahr und einem Tag verurteilt hat. Doch dies hat einen recht einfachen rechtlichen Grund. Nur Häftlinge, die eine längere Gefängnisstrafe als ein Jahr absitzen müssen, können wegen guter Führung vorzeitig entlassen werden. Durch den zusätzlichen Tag fällt David somit in diese Regelung und wird aller Wahrscheinlichkeit nicht die volle Haftstrafe absitzen müssen.

Kernell, der zur Tatzeit an der University of Tennessee studierte, soll nach Empfehlung des Richters seine Strafe in keinem normalen Gefängnis, sondern in einer Art Rehabilitationseinrichtung verbüßen. Die endgültige Entscheidung über den Ort der abzuleistenden Haftstrafe müssen jedoch die Vollzugsbehörden im US-Bundesstaat Tennessee treffen.

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