Mängel im Hartz-IV-System – Ein-Euro-Jobs und die Kritik

In einem internen Bericht hat der Bundesrechnungshof grobe Mängel des Hartz-IV-Systems kritisiert. Laut diesem Bericht würde die Chance der meisten Langzeitarbeitslosen nicht erhöht werden. Außerdem sei in über der Hälfte der Fälle keine Förderung notwendig gewesen. Es wird kritisiert, dass Jobcenter die Langzeitarbeitslosen weder beraten noch Ziele festlegen und die Jobs meist wahllos vergeben werden. Des Weiteren wäre die Tätigkeit seit 2005 bei den Jobcentern nicht wirklich verbessert worden.

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Überwachung angekündigt

Nun kündigte eine Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit an, dass die flächendeckende Vergabe ab 2011 überwacht werden soll. Auch äußerte sie sich, dass dieses Problem nicht neu wäre und sich seit Jahren darum bemüht wird, eine Lösung zu finden. Auch wäre der Bericht schon veraltet, da dieser aus dem Jahre 2008 stammt und sich seitdem viel geändert hätte.

Bericht der SZ

Es ist auch nicht Sinn und Zweck der Sache, dass Ein-Euro-Jobber den Arbeitsplatz normal beschäftigen Angestellten wegnehmen. Durch die wahllose Vergabe und die ungeprüfte Weitergabe durch die Jobcenter können Unternehmen wie auch Wohlfahrtsverbände und Kommunen die Personalkosten drastisch senken. Sie würden die ungeförderte Tätigkeit durch geförderte ersetzen, so ein Bericht der SZ.

Reaktion gefordert

Nun fordert die FDP-Bundestagsfraktion wie auch einige Oppositionsparteien eine Reaktion von der Bundesagentur für Arbeit. Im Jahre 2009 waren etwas 320.000 Personen in geförderten Jobs beschäftigt. Davon seien etwa 280.000 Jobs die besagten Ein-Euro-Jobs, die Kosten in Höhe von 1,7 Milliarden Euro verursachen.

Artikelbild: Arbeitsagentur(.de) – Pressefoto

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