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  • 17. May 2012
17. November 2010

Angela Merkel gegen PID – Elite-Babys oder medizinische Notwendigkeit?

Gen-Forschung im Focus

Wieder einmal wurden die Gentests an Embryonen zum Thema des CDU-Parteitages. Bei der sogenannten Präimplantationsdiagnostik kurz PID, handelte es sich um eine Diagnosebestimmung eines Gen-Defektes, bei einem, in einem Reagenzglas gezeugten, Embryonen.

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Merkel gegen PID

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach sich bei einer heftigen und sehr emotionalen Debatte gegen dieses Verfahren aus. Sie begründete ihre ablehnende Haltung mit der Sorge, dass man die Grenzen nicht richtig definieren würde. Somit gewannen die Gegner der Präimplantationsdiagnostik mit 51,06 Prozent der Stimmen und lehnten PID ab.

Elite-Babys oder medizinische Notwendigkeit?

angela merkel Angela Merkel gegen PID   Elite Babys oder medizinische Notwendigkeit?

Bei dem Verfahren der Präimplantationsdiagnostik handelt es sich um ein Verfahren, bei dem im Reagenzglas erzeugte Eizellen noch vor der künstlichen Befruchtung auf Erbkrankheiten untersucht und wenn nötig aussortiert werden können.

Die Befürworter des PID sind der Meinung, dass somit Paare mit bestimmten Erbkrankheiten die Geburt behinderter Kinder erspart werden könne. Des Weiteren wird das Argument angeführt, dass die Untersuchung des Embryonen im Mutterleib und dessen Abort erlaubt sei, was eine erhebliche Belastung der Mutter darstellt.

Die Gegner führen an, dass das Leben an sich verfassungsrechtlich zugesichert ist. Diese Art der Auslese halten die Gegner für ethisch nicht tragbar und fürchten eine Ausgrenzung behinderter Kinder und dessen Eltern.

Trotz der ganzen Debatte und der schlussendlichen Ablehnung durch den CDU-Parteitag wird sich der Fortschritt nicht aufhalten lassen. Und das ist auch gut so, denn wo wären wir heute ohne die medizinische Entwicklung und was es heißt, ein behindertes Kind zu haben oder ein Kind auf die Welt zu bringen, dass eine Lebenserwartung von drei Jahren hat, weil es schwerstbehindert ist, wissen sowieso nur Eltern, die direkt betroffen sind. Politiker sollten sich einmal Fragen, ob sie immer noch etwas gegen die Genforschung hätten, wenn sie direkt betroffen wären, oder kann man nur klug schwätzen, wenn man nicht betroffen ist?

Artikelbild: flickr – Creativ Commons Lizenz – World Economic Forum

Von Unique Pencil

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