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  • 17. May 2012
22. November 2010

Parteitag der Grünen in Freiburg – Cem Özdemir Top, Claudia Roth Flop

Parteivorsitzende Claudia Roth kassiert eine Schlappe bei den Wahlen, dagegen wurde Cem Özdemir mit großer Mehrheit wieder gewählt. Die Spitze bleibt zwar so, wie sie war, allerdings sind die Grünen nun auch auf der Suche nach sich selbst. Ganz einig sind sie sich nicht und somit müssen sie sich erst einmal selbst ordnen.

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Wahlergebnis demoralisierend

Verstört steht Claudia Roth auf dem Podium, als die Wahlergebnisse bekannt gegeben werden. Einen kurzen Moment verliert sie die Fassung, als sie hört, dass nur 567 von 715 Delegierten für sie gestimmt haben. Mit 79,3 Prozent der Stimmen wurde sie zwar wieder in das Amt der Co-Vorsitzenden gewählt, aber trotz allem ist es eine herbe Schlappe für sie. Aber nicht nur das, auch haben die Grünen am Abend mit knapper Mehrheit gegen eine Bewerbung für die Olympischen Spiele 2018 in München gestimmt. Allerdings sitzt Claudia Roth bei der Bewerbergesellschaft im Kuratorium und muss so Schlappe Nummer zwei kassieren. Daraufhin zieht sie sich aus dem Bewerbungskuratorium für Olympia zurück und wird versuchen dies zu verarbeiten.

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Anders dagegen Co-Chef Cem Özdemir. Der 44-jährige wird mit großer Mehrheit in seinem Amt bestätigt und kann sogar eine Verbesserung von mehr als acht Prozent einfahren. Nach diesen Zahlen kann Özdemir sicher sein, dass bei einer Wahl mit 88,5 Prozent die Partei fest hinter im steht.

Trotz allem muss die Partei sich erst selbst finden und überlegen für wen man eigentlich Politik machen will. Für die breite Masse oder die links-alternativen Ökos? Nicht umsonst sind die Grünen in der letzten Zeit herbe Kritik einstecken müssen. Die Beschimpfungen gingen von „Latte-Macchiato-Partei“ bis hin zur „Bionade-Partei“ und genau hier muss die Partei ansetzten.

Artikelbild: gruene.de – Pressebild

Von Unique Pencil

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