Nord- und Südkorea bekämpfen sich mit schweren Geschützen
Der Ferne Osten kommt weiter nicht zur Ruhe. Heute haben sich Nord und Süd Korea wieder schwere Gefechte auf dem Gelben Meer geliefert. Am Morgen begannen nordkoreanische Artillerie-Geschütze die südkoreanisch Insel Yeonpyeong zu beschießen. Nach angaben des südkoreanischen Militärs handelte es sich dabei wahrscheinlich um eine Reaktion der Nord-Koreaner auf eine Militärübung Süd-Koreas im Gelben Meer. Bei dem Angriff kam mindestens ein Soldat ums Leben, 13 weitere wurden verletzt. Die Zahl der verwundeten Zivilisten ist noch nicht bekannt.
Krieg wird nicht mehr ausgeschlossen
Auf diesen Angriff reagierte das südkoreanische Militär ebenfalls mit der Eröffnung des Feuers. Das Land befindet sich in der höchsten Alarmbereitschaft. Das ist seit dem Ende des Krieges von 1950 bis 1952 nicht mehr vorgekommen. Es wurden Kampfjets in die Region entsannt und das südkoreanische Militär hat Artilleriestellungen von Nord Korea angefangen zu bombardieren. Doch ist man auf südkoreanischer Seite bemüht, weitere Eskalationen des Konflikts zu vermeiden. Südkoreas Präsident Lee Myung Bak hat eine Dringlichkeitssitzung veranlasst, in der er und seine Sekretäre in einem unterirdischen Bunker die Lage genau erörtert haben und nach Lösungen für diesen Konflikt suchen.
Doch schließt man auch auf südkoreanischer Seite einen Krieg nicht mehr aus. So wurden zum Beispiel mit schweren Vergeltungsmaßnahmen gedroht, wenn Nordkorea den Beschuss nicht einstellt und seine provokante Haltung nicht aufgibt.
Der weil werden die Menschen, die im Krisengebiet leben in Bunker gebracht und mit dem Nötigsten versorgt. Der Beschuss hatte allein auf der Insel Yeonpyeong zwischen 60 und 70 Häuser zerstört oder in Brand gesetzt. Viele Einwohner sind auch mit ihren Fischerbooten geflüchtet. Ein schnelles Ende des Konflikts ist nach dem heutigen Stand sehr unwahrscheinlich.
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