Nord Korea attackiert Süd Korea – Fragen & Antworten

Der Angriff auf die Fischerinsel Yeonpyeong am Rande von Südkorea ist das neuste Puzzelteil, in einem diplomatischen Katz und Maus Spiel zwischen Nord und Südkorea. Doch was sind die Hintergründe für den Angriff der ca. 9:30 deutscher Zeit stattgefunden hat.

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Warum hat Nord Korea angegriffen und was erhofft es sich davon?

Nordkorea will die Diplomatischen Verhandlungen auf eine neue Ebene stellen, die Finanzmärkte ins schwanken bringen und die Region in ein Krisengebiet zu verwandeln. Damit will Nord Korea seine Macht demonstrieren und spekuliert darauf, das die Südkorea und deren Verbündeter die U.S. Regierung die Geduld verliert, um an den Sechs Parteien Gesprächen teilnehmen zu dürfen – um seine politische Stellung in der Welt zu vergrößern.

Warum wurde die Insel Yeonpyeong attackiert?

Die Insel Yeonpyeong liegt am Rand der Hochseegrenze zwischen Nord- und Südkorea. Die Grenze wurde von Vereinten Nation nach dem Krieg von 1950-53 festgelegt. Der Angriff ist symbolisch für die Nichtakzeptanz der Grenze und die Hoffnung auf Mitsprache einer neuen Regulierung der Hochseegrenze.

Führt der Angriff zu einem neuen Krieg?

Nein, Minuten nach dem Angriff gab der Südkoreas Präsident Lee Myung-Bak bekannt “Die Situation werde nicht eskalieren.” Zwar besitzt Nord Korea über eine Millionen Mann starke Armee und Nuklear Waffen (Für die Sie keinen Grund zum Einsatz haben) , jedoch kann diese es nicht mit der vom U.S. Millitär (welches ebenfalls über Nuklear-Waffen verfügt) unterstützten Süd koreanischen Armee aufnehmen.

Welche Möglichkeiten besitzt Süd Korea?

In Anbetracht der Versenkung der Cheonan, sind die Vergeltungs-Optionen Süd Koreas stark begrenzt. Die Regierung in Soul weiß, das Nord Korea durch solche Angriff keine großen wirtschaftlichen Schäden nimmt, diese sind jedoch umso größer für Süd Koreas Finanzmärkte. Einzige Möglichkeit bleibt das Regime Nord Koreas unter Diktator Kim Jong-il öffentlich anzuprangern und auf die Unterstützung anderer Staaten und mögliche Sanktionen zu hoffen.

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Bild: Flickr flickr Viajar24h.com

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