FC Bayern München: Ribéry will nicht auf die Bank

Franck Ribéry hat seinen Wunsch nach einem Platz in der Startelf öffentlich untermauert. In der „Bild“ bekräftige er seine Forderung, ab sofort möglichst in jedem Spiel 90 Minuten auf dem Feld zu stehen. Das sei nötig, um wieder die alte Form zu finden. Der Franzose durfte in der letzten Partie gegen Eintracht Frankfurt bereits 90 Minuten spielen.

Nach einer Sprunggelenksverletzung ist Frank Ribéry auch nach eigenem Bekunden noch nicht in der Lage, Top-Leistungen zu bringen. Allerdings ist regelmäßige Spielpraxis nach Ribérys Meinung der beste Weg, baldmöglichst wieder das Niveau zu erreichen, das ihn in den letzten Jahren beim FC Bayern ausgezeichnet hat.

Die öffentliche Forderung nach einer Einsatzgarantie dürfte Trainer Louis van Gaal nicht gefallen. In der Vergangenheit hat er immer wieder betont, dass er bestimme, wann ein Spieler fit sei. Während der letzten Saison hatte er deswegen Ribéry ebenso wie Robben nach Verletzungspausen über mehrere Wochen mit Kurzeinsätzen zurück in die Mannschaft geführt.

Frank Ribery - CCLBei Franck Ribéry stieß diese Praxis schon damals auf Unverständnis. Die aktuellen Äußerungen müssen auch im Lichte dieser Erfahrungen gesehen werden. Der Franzose will offensichtlich Druck erzeugen, damit er dieses Mal nicht wieder mehrere Wochen warten muss, bis er regelmäßig zur Startelf gehört. Aus seiner Sicht ist das durchaus verständlich.

Da Louis van Gaal aufgrund der schwierigen Tabellensituation mehr denn je auf einen starken Ribéry angewiesen ist, stehen die Chancen für den Franzosen gut. Dieses Mal gibt es auch keinen Arjen Robben, der die entscheidenden Tore erzielt. Spannend könnte es allerdings werden, wenn van Gaal trotz allem Ribéry auf die Bank setzt. Dann könnte es zu einem Theater in den Medien kommen, das die Bayern lange nicht erlebt haben.

Bild: Wikipedia – Creativ Commons Lizenz (Name/gl Bed.) – Zehetbauer

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