DFB verhängt Strafen gegen vier Vereine

Bayer Leverkusen und der 1. FC Köln müssen 6000 Euro zahlen, der FC Bayern und der VfL Wolfsburg 5000 Euro. Der Deutsche Fußball-Bund belegte die vier Bundesligisten wegen Fan-Ausschreitungen mit Geldstrafen. Alle Vereine haben die Urteile akzeptiert.

Der FC Bayern wurde für die Partie gegen Nürnberg bestraft. Vor dem Spiel wurden aus dem Bayern-Fanblock zahlreiche Papierrollen geworfen. Dies führte zu einer kurzen Spielunterbrechung. In Köln waren vor dem Spiel gegen Mönchengladbach einige Kölner Fans auf den Platz gelaufen. Das resultierte eine Verzögerung, so dass der Anpfiff vier Minuten zu spät erfolgte.

Leverkusen wurde für einen Vorfall im Auswärtsspiel gegen St. Pauli bestraft. Im Leverkusener Fanblock wurde im Vorfeld der Partie eine Rauchbombe gezündet. Der VfL Wolfsburg wurde bestraft, weil nach dem Spiel gegen Schalke 04 die Schiedsrichter mit Bierbechern beworfen wurden.

Die Vergehen sind allesamt nicht besonders schlimm, so dass sich auch die relativ geringe Höhe der Strafen erklärt. Der DFB verfolgt aber seit Jahren die Strategie, auch kleine Vergehen zu ahnden, so dass die Vereine frühzeitig gezwungen sind, Gegenmaßnahmen einzuleiten. In der Bundesliga kommt es in den letzten Jahren eher selten zu größeren Ausschreitungen. Damit dies auch so bleibt, investieren die Vereine viel Geld in die Prävention, z.B. in Fanprojekte.

Für den DFB sind Zuschauerausschreitungen ein sensibles Thema. Derzeit sind die großen Krisenherde allerdings in der dritten und vierten Liga zu finden. Dort wurde lange Zeit zu wenig unternommen. Im Fokus aller Bemühungen standen immer die beiden Top-Ligen, da diese durch die mediale Beachtung entscheidend sind für den Ruf des deutschen Fußballs. Zudem haben die beiden Bundesligen eine wichtige Vorbildfunktion für die Amateurklassen

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