Steht Pröll in der Rückrunde beim 1. FC Köln im Tor?

Am Mittwoch hat Torhüter Markus Pröll beim 1. FC Köln ein Probetraining absolviert. Der Ex-Frankfurter ist derzeit vereinslos und gilt als aussichtsreicher Kandidat für die Nachfolge von Faryd Mondragon. Bereits im Winter wird Mondragon den 1. FC Köln verlassen und in die USA wechseln. Nach diversen Querelen während der Saison hatten die FC-Verantwortlichen einem vorzeitigen Wechsel zugestimmt.

Markus Pröll stand bereits vom 1995 bis 2003 bei den Kölnern unter Vertrag und absolvierte 110 Liga-Spiele. Danach wechselte er zu Eintracht Frankfurt und wurde dort von 2003 bis 2010 insgesamt 93 Mal eingesetzt. In den letzten Jahren war Prölls Karriere von Verletzungen überschattet. Diese führten letztlich auch zum Verlust des Stammplatzes bei Eintracht Frankfurt.

Der 31-jährige Pröll hält sich in dieser Saison bei Bayer Leverkusen fit. In der Hoffnung auf ein Engagement bei einem Erstligaclub schlug er vor der Saison diverse Angebote aus. Der 1. FC Köln könnte nun die letzte große Chance für den talentierten Keeper werden. Allerdings deutet das Probetraining darauf hin, dass die FC Verantwortlichen durchaus skeptisch sind.

Für einen Torhüter ist Spielpraxis enorm wichtig. Deswegen würde der FC mit einer Verpflichtung von Markus Pröll ein großes Risiko eingehen. Überhaupt ist es nur schwer verständlich, dass der Club seinen Stammtorwart entlässt, ohne bereits über einen Nachfolger zu verfügen.

Viele Alternativen hat der FC nicht. In der Winterpause ist es immer schwer, einen erstklassigen Spieler zu verpflichten. Pröll wäre eine kostengünstige Lösung, da keine Ablöse fällig würde und das Gehalt sicher in einem erträglichen Rahmen bliebe. Ob Pröll aber auch in der Lage ist, auf Anhieb wieder Top-Leistungen zu bringen, würde sich erst in der Praxis zeigen.

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