Beim HSV gibt es nicht nur eine sportliche Krise

Der Hamburger SV steht vor einer Zerreißprobe. Das Aufsichtsratsmitglied Peter Becker hat den Sportdirektor Bastian Reinhardt in der Öffentlichkeit scharf kritisiert. Daraufhin wurde Peter Becker vom dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Horst Becker, ebenfalls kritisiert. Dieser Vorgang zeigt, dass es beim HSV hinter den Kulissen rumort.

Der HSV konnte in der Hinrunde nur selten überzeugen. Die Mannschaft ist nicht in der Lage, die hochgesteckten Erwartungen zu erfüllen. Das liegt vielleicht auch daran, dass das Team überaltert ist. Bei vielen Spielern entsteht der Eindruck, dass sie nicht mehr bereit sind, alles für den Verein zu geben.

Der Streit in der Führungsetage hat damit allerdings nicht viel zu tun. Hinter den Kulissen gibt es einen beinharten Kampf um die Macht. Der Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann kämpft mit allen Mitteln um eine Verlängerung seines Vertrags. Auf der anderen Seite hat sich aber eine Opposition gebildet, die Hoffmann stürzen möchte.

Bastian Reinhardt war von Anfang an in einer schwachen Position. Nachdem alle möglichen Kandidaten abgesagt hatten, wurde er von Hoffmann zum Sportdirektor gemacht. Er gilt vielen als Erfüllungsgehilfe des Vorstandsvorsitzenden. Insofern ist es verständlich, dass auch er zur Zielscheibe der Kritik wird. Ob das immer fair ist, ist eine ganz andere Frage.

Für den HSV geht es in den kommenden Monaten um sehr viel. Wenn der sportliche Erfolg ausbleibt, werden Reinhardt und Hoffmann wohl kaum auf ihren Posten bleiben. Bislang gibt es allerdings keine potentiellen Nachfolger, die eine breite Unterstützung finden. So wird z.B. immer wieder Ex-Präsident Jürgen Hunke genannt. Allerdings sind viele HSV-Fans nicht gerade begeistert von dieser Idee. Es bleibt spannend beim HSV.

Artikelbild: Wikipedia

Leave a Reply