Schalke04: Farfán schwänzt Trainingsauftakt

Jefferson Farfán ist am Montag nicht wie vereinbart zum ersten Training nach der Winterpause erschienen. Der Peruaner hat sich nicht bei Trainer und Manager Felix Magath gemeldet. Dementsprechend erzürnt reagierte Magath auf das Fehlen eines seiner besten Spieler. Welche Konsequenzen das Überziehen des Urlaubs haben wird, steht noch nicht fest.

Der 36-jährige Farfán ist kein Ersttäter. Schon im Sommer war er eine Woche zu spät erschienen. Damals hatte es angeblich Ausreiseprobleme gegeben. Diese ziemlich fadenscheinige Ausreise erklärte aber nicht, warum Farfán sich damals in den ersten Tagen nicht bei seinem Verein gemeldet hatte. Derzeit scheint sich das bekannte Muster zu wiederholen.

Viele südamerikanische Spieler verlängern ihren Urlaub auf ähnliche Weise. Besonders Brasilianer sind in dieser Hinsicht berüchtigt. Es ist auch verständlich, dass die Spieler lieber im warmen Südamerika bleiben und den europäischen Winter meiden. Dennoch ist das Verhalten natürlich inakzeptabel und unprofessionell. Erfahrungsgemäß helfen aber auch drastische Strafen nicht.

Magath ist als strenger Trainer bekannt, der auch notfalls einen Leistungsträger suspendiert. Es darf aber bezweifelt werden, dass Farfán dieses Schicksal treffen wird. Der Peruaner hat eine sehr gute Hinrunde gespielt und war eine der wenigen Konstanten im Team. Wenn Farfán keine überzeugende Entschuldigung präsentieren kann, wird es deswegen wohl „nur“ eine saftige Geldstrafe und eine Standpauke geben.

Für Magath ist das Fehlen Farfáns besonders ärgerlich, weil die Schalker sich zuletzt stark verbessert zeigten. In der Winterpause ist es möglich, den einen oder anderen Fehler abzustellen. Wenn dann aber ein Schlüsselspieler fehlt, beeinträchtigt dies die Arbeit nachhaltig. Aber offensichtlich ist die warme Sonne Perus für Farfán so verlockend, dass er dafür sogar den Ärger seines impulsiven Trainers in Kauf nimmt.

Artikelbild: Wikipedia – CCL

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