BVB: Leistungsträger bekommen keine Freigabe

Der Geschäftsführer von Borussia Dortmund, Hans-Joachim Watzke, will keinen seiner Leistungsträger in naher Zukunft verkaufen. Allerdings räumte er ein, dass bei einem Traumangebot zumindest Gespräche geführt würden. Das oberste Ziel aber sei es, die junge Mannschaft zusammenzuhalten, um mittel- und langfristig erfolgreich zu bleiben.

Die Debatte um mögliche Abgänge findet auch vor dem Hintergrund des Gustavo-Wechsels von 1899 Hoffenheim zum FC Bayern statt. Die Hoffenheimer hatten allzu bereitwillig einen ihrer besten Spieler ziehen lassen, obwohl dieser noch einen Vertrag bis 2014 hatte. Dies wäre beim BVB wohl nicht passiert, da der sportliche Erfolg laut Watzke im Vordergrund steht.

Nach schwierigen Jahren und einer Beinahe-Pleite ist der BVB auch finanziell wieder ordentlich aufgestellt. Dazu hat Watzke wesentlich beigetragen. Dass der Verein auf junge Spieler setzt, hat auch damit zu tun, dass das Budget, das in die Mannschaft investiert werden kann, begrenzt ist. Mit teuren Spielerverkäufern könnte sich der BVB in den nächsten Jahren komplett sanieren.

Ganz oben auf der Wunschliste vieler Clubs steht Nuri Sahin, der Lenker und Denker im Mittelfeld der Borussia. Sahin hat die meisten Ballkontakte und ist der unumstrittene Chef auf dem Platz. Aber auch der Innenverteidiger Hummels, der Stürmer Barrios und der Linksverteidiger Schmelzer stehen hoch im Kurs.

Wenn ein großer Verein mit viel Geld kommt, wird es für den BVB schwer sein, eine Freigabe zu verweigern. Spätestens wenn ein Spieler seinen Wechsel forciert, wird Watzke wohl umdenken müssen. Allerdings ist es die richtige Strategie, in der Winterpause keinen Spieler abzugeben. Sollte die Qualifikation zur Champions League gelingen, verbessern sich im Sommer die finanziellen Möglichkeiten des Clubs deutlich.

Artikelbild: Wikipedia – CCL

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