Hoffenheim: Alles doch ganz anders bei Demba Ba?

Nachdem Demba Ba sich geweigert hatte, mit seinem Verein 1899 Hoffenheim ins Trainingslager zu gehen, sah es so aus, als ob wieder einmal ein geldgieriger Profi seinem Verein auf der Nase herumtanzen würde. Vielleicht ist aber doch alles ganz anders. Das legt wenigstens ein offener Brief nahe, den Demba Ba auf seiner Homepage veröffentlicht hat.

Darin behauptet der 25-jährige Senegalese, dass er vom Verein die Zusage habe, bei einem entsprechenden Angebot wechseln zu dürfen. Welche Rahmenbedingungen genau erfüllt sein müssen, schreibt Demba Ba nicht, aber er behauptet, dass ein aktuell vorliegendes Angebot von West Ham United die vereinbarten Kriterien erfülle.
Obwohl dies der Fall sei, verweigere Hoffenheim ihm aber nun die Freigabe. Stattdessen werde er öffentlich attackiert und als raffgieriger Söldner dargestellt. Sollte die Darstellung von Demba Ba zutreffen, dann läuft bei 1899 Hoffenheim einiges schief. Manager Tanner legte bereits öffentlich nach und kündigte eine Strafe von 30.000 Euro für Demba Ba an.

Ein Verbleib in Hoffenheim sei aus Tanners Sicht zudem nicht denkbar nach den aktuellen Vorfällen. Wenn aber ein Verkauf von Demba Ba ansteht, ist es ziemlich unprofessionell, daraus eine mediale Schlacht zu machen. Es ist dabei letztlich auch unerheblich, welche Versprechen gegeben oder gebrochen worden sind.

Bei 1899 Hoffenheim läuft derzeit einiges schief. Die Ursachen dafür sind nicht ganz klar, aber viele Beobachter sehen den zunehmenden Einfluss des Mäzens Dietmar Hopp im Tagesgeschäft als Problem. Die erfolgreichste Zeit hatte der Club, als die sportliche Leitung weitgehend eigenverantwortlich arbeiten konnte. Das ist aber kaum noch möglich, da Ernst Tanner als Hopp-Vertrauter gilt, der in erster Linie die Vorgaben des SAP-Milliardärs umsetzen soll.

Artikelbild: wikipedia – ccl

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