Hoffenheim: Milliardär hat Angst vor Pleite

Dietmar Hopp, der milliardenschwere Mäzen von 1899 Hoffenheim, sorgt sich um die Zukunft seines Vereins. In der „Rhein-Neckar-Zeitung“ sagte Hopp in einem Interview, dass voraussichtlich 7 Millionen Euro im nächsten Etat fehlen würden. Das ist erstaunlich, denn gerade erst konnte der Club 15 Millionen für Luis Gustavo einnehmen.

Die negativen Zahlen erklärt Hopp mit einer Misswirtschaft, die der ehemalige Manager Jan Schindelmeister zu verantworten habe. Durch überzogene Gehälter sei das Budget aus allen Nähten geplatzt. Alleine zwischen 2007 und 2009 habe Hoffenheim 65 Millionen Euro Verlust gemacht. Das sei langfristig nicht verantwortbar.

Bislang galt Hoffenheim stets als solventer Verein, der notfalls auf die Hopp-Millionen zählen konnte. Das scheint aber nun aber nicht mehr der Fall zu sein. Ganz offensichtlich will Dietmar Hopp nicht noch mehr Geld in den Club stecken. Vielmehr sollen durch einen Transfer von Demba Ba weitere Einnahmen erzielt werden.

Nach eigenen Angaben hat Hopp etwa 240 Millionen Euro investiert, um aus dem Provinzclub Hoffenheim einen Bundesligisten zu machen. Ein großer Teil des Geldes wurde in ein Stadion und die dazugehörige Infrastruktur gesteckt. Aber auch bei Spielertransfer war der ehemalige SAP-Chef in der Vergangenheit nicht knausrig. Mit der Freigiebigkeit scheint es aber nun endgültig vorbei zu sein.

Wie glaubwürdig die Aussagen von Hopp sind, wird sich zeigen müssen. Bislang hatte er stets deutlich gemacht, dass er sich mit den Finanzen seines Vereins gut auskenne. Dass dann so eine Schieflage entstehen konnte, ohne dass Hopp davon wusste, ist zumindest seltsam. Vermutlich wird sich der angegriffene Ex-Manager Schindelmeister aber bald zu Wort melden. Vielleicht kommt dann mehr Licht in die Situation bei 1899 Hoffenheim.

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