Rummenigge: Kein Stress beim FC Bayern!

Karl-Heinz Rummenigge, der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern, hat nach einem Treffen des Vorstands mit Louis van Gaal bestritten, dass die Harmonie im Club durch den anstehenden Torwartwechsel gefährdet sei. Auch Louis van Gaal hält die Zusammenarbeit mit seinen Vorgesetzten für gut und sieht keinerlei Probleme.

Wenn beide Seiten so offensiv verkünden, dass es kein Problem gibt, dann gab es mit großer Sicherheit intern ein Problem. Aber die Bayern sind professionell genug, um die internen Auseinandersetzungen nicht in die Öffentlichkeit zu tragen. Dass der Wechsel von Hans Jörg Butt zu Thomas Kraft den Vorstand begeistert, glaubt allerdings kein interessierter Beobachter.

Rummenigge betonte, dass die Aufstellung alleine Sache des Trainers sei. Das ist zwar richtig sein, aber erinnert sei nur an den Wechsel von Michael Rensing zu Butt. Damals wollte Trainer Jürgen Klinsmann schon deutlich früher den erfahrenen Butt ins Tor stellen, wurde aber vom Vorstand ausgebremst.

Louis van Gaal ist ganz sicher nicht gewillt, sich in die Aufstellung hineinreden zu lassen. Das ist auch gut so, aber für den FC Bayern könnten damit Schwierigkeiten entstehen. Angeblich hat van Gaal als Grund angegeben, dass er den jungen Kraft für den besseren Torwart halte. Das ist eine gewagte These, da Kraft bislang nur wenig Erfahrung als Profi sammeln konnte.

Die öffentliche Meinung des Bayern-Vorstands wird sich schnell ändern, wenn Thomas Kraft sein Talent nicht schon in den ersten Partien unter Beweis stellen kann. Mit Butt haben die Bayern einen Torhüter, der auf hohem Niveau sehr konstant spielen kann. Vielleicht ist Kraft tatsächlich der besser Keeper. Aber ob er in der Lage ist, unter Druck zu bestehen, kann nur die Praxis zeigen. Nicht nur für Bayern-Fans werden die nächsten Wochen sehr spannend.

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