FC Bayern: Hitzfeld sieht Torwart-Wechsel mit gemischten Gefühlen

Ottmar Hitzfeld, einer der erfolgreichsten Bayern-Trainer überhaupt, hat den Torwart Wechsel bei seinem Ex-Club bei einem Pressetermin des Fernsehsenders „Sky“ ausführlich kommentiert. Hitzfeld sieht eine große Chance für den Club, sehr viel Geld zu sparen. Allerdings sei das Risiko, den jungen Thomas Kraft in das Tor zu stellen, enorm groß.

Louis van Gaal, der Trainer des FC Bayern, hat mittlerweile öffentlich erklärt, dass der 22-jährige Thomas Kraft den 36-jährigen Hans Jörg Butt im Tor ersetzen wird. Diese Entscheidung sorgt beim FC Bayern für viel Unruhe und wird von vielen Experten kritisch gesehen.

Hitzfeld hält Kraft für einen sehr talentierten Torhüter, der sich auch beim FC Bayern durchsetzen könne. Allerdings fehle ihm die Erfahrung. Zudem wies u.a. Ex-Nationaltorhüter Jens Lehmann daraufhin, dass es für einen jungen Keeper sehr schwer sei, hinter einer jungen Abwehr zu spielen. Der erfahrene Butt sei in der Lage, die Abwehr zu organisieren.

Hitzfeld sieht allerdings auch die große Chance für den FC Bayern, durch van Gaals Entscheidung sehr viel Geld zu sparen. Sollte Kraft sich etablieren, wäre ein Kauf von Manuel Neuer vom Tisch. Damit könnte der Club mindestens 20 Millionen einsparen. Zudem ist auch das Gehalt von Kraft recht niedrig.

Trotzdem hätte Hitzfeld wohl keinen Torwart-Wechsel vorgenommen. Das Risiko sei extrem groß. Problematisch könnte die Entmachtung Butts auch für die Hierarchie im Team sein. Bislang war Butt einer der Wortführer in der Mannschaft. Ob er diese Rolle auch auf der Bank fortführen kann, muss bezweifelt werden. Da auch der Kapitän Mark von Bommel umstritten ist und vielleicht ohne Stammplatz in der Rückrunde sein wird, könnte das Mannschaftsgefüge bei den Bayern erheblich in Mitleidenschaft gezogen werden.

Artikelbild: Wikipedia – Creativ Commons Lizenz – Ottmar Hitzfeld

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