Wirtschaftskrise 2.0 ? – Griechenland als Auslöser?
Die Probleme um Griechenland reißen nicht ab. Nach dem verhinderten Staatsbankrott des Mittelmeerstaates durch die EU-Staaten, unter der Bedingung das Griechenland sparen müsse, ziehen die Restriktionen erste Kreise.
Auf Grund der Einsparungen von öffentlichen Gehältern und dem radikalen Erhöhen der Steuersätze auf Tabak, Spirituosen und Benzin streiken nun die Zöllner Griechenlands. Dies hat zur Folge, dass der Treibstoff in weiten Teilen des Landes nahezu aufgebraucht ist. Einzig Kreta besitzt noch größere Reserven des flüssigen Goldes.
Gestern wurden nur 25% der Tankstellen in der Landeshauptstadt Athen geöffnet und ein Ende des Streiks ist nicht in Sicht. Im Gegenteil. Für den 24. Februar sind bereits Landesweite Streiks des gesamten öffentlichen Sektors geplant.
Problematisch ist die Entwicklung, da so auch der Ex- und Import von Gütern lahmgelegt wird. Die Händler bleiben so auf Ihren Waren sitzen und müssen zudem Lagerkosten begleichen. Sollte sich dieser Umstand nicht schnellstens ändern, könnte ein ganzer Wirtschaftszweig ins stottern kommen und die „Sparmaßnahmen“ würden sich so schnell ins Gegenteil umkehren.
Die EU hat zudem Griechenland eine Frist bis Mitte März gesetzt, um einen Finanzierungs- und Sanierungsplan des angeschlagenen Haushaltes vorzustellen. Vorausgehend war ein Skandal, in welchen auch die europäische Landesbank (EZB) verstrickt ist. So wurde viel an den Bilanzen Griechenlands zum Euro-Beitritt gedreht, um die enormen Defizite des Staatshaushaltes zu verschleiern. In diese Affäre soll auch Goldman-Sachs verwickelt sein.
Aber nicht nur Griechenland steht unter extremen Zahlungsschwierigkeiten. Auch Spanien und Portugal sind von einem möglichen Staatsbankrott betroffen. Welche Entwicklung diese Finanzsituation nehmen wird und welche Auswirkungen dies auf die Weltwirtschaft hat, wird die Zukunft zeigen.
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