Bewerbung ohne Gesicht ist gestartet

Heute starten die ersten fünf großen Unternehmen mit der gesichtslosen Bewerbung. Diese anonymen Unterlagen sollen den Bewerbern eine größere Chance einräumen, da Name, Alter, Geschlecht und Nationalität wie auch Familienstand nicht mehr auf den Bewerbungen erscheinen. Es ist ein hart umstrittenes Projekt, hat aber auch seine Vorteile.

Das Projekt der anonymisierten Bewerbungen startet heute und fünf große Unternehmen trauten sich, daran teilzunehmen. Die Deutsche Post, L’oreal, Procter & Gamble, Maydays GmbH und die Deutsche Telekom sind die fünf mutigen, die sich durch die Kritik nicht abschrecken lassen. Der Versuch soll zwölf Monate laufen und die Bewerbung aus der Blackbox soll somit getestet werden, um zu sehen, ob es wirklich möglich ist, dass die Bewerber bessere Chancen haben. Durch den anonymisierten Lebenslauf fallen Name, Alter, Geschlecht, Nationalität und Familienstand weg und der Unternehmer erhält praktisch nur die Qualifikation des Bewerbers.

Das Foto auf der Bewerbung entfällt

Auch ein Bild wird nicht mehr benötigt und entfällt somit. Kritisiert wird vor allem der hohe Arbeitsaufwand und dass es weit mehr benötigt als Qualifikation, da die Chemie ebenfalls stimmen muss. Allerdings kann die ja nicht anhand einer Bewerbung festgestellt werden. So etwas zeigt sich meist bei dem ersten Gespräch zwischen dem Unternehmen und dem Bewerber. So können die Unternehmen ihre Bewerber nach Ihrer Qualifikation auswählen, denn oftmals ist es doch so, dass ältere Bewerber oder -arbeitssuchende Menschen, die keine deutsche Staatsbürgerschaft haben, benachteiligt werden. Auch Frauen haben oftmals keine Chance in einem „Männerberuf“. Die anonymisierte Bewerbung gibt diesen Menschen nun eine Chance sich zu beweisen.

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