MAN fordert Rekordsumme von Hakan Samuelsson

Eine Schmiergeldaffäre erschütterte 2009 den Nutzfahrzeughersteller MAN. Im Zuge einer groß angelegten Razzia wurde nachgewiesen, dass bei einem kasachischen Pipelineprojekt verdächtige Gelder über 51,6 Millionen Euro flossen.

In diese Zahlungen war auch das ehemalige ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Håkan Samuelsson verstrickt. Der von 2000 bis 2009 im Vorstand von MAN tätige Schwede übernahm ab 2005 das Amt des Konzernchefs.  Nun will sich der MAN-Konzern das Geld von Samuelsson zurückholen. Dabei soll es um einen Betrag von über 237 Millionen Dollar gehen, welche im Vorfeld mit der Staatsanwaltschaft in Summe der Steuernach-, Straf- und Anwaltszahlungen errechnet wurde.

Neben Håkan Samuelsson werden vermutlich noch fünf weitere Top-Manager um Ausgleichszahlungen zwischen 100 und 200 Millionen Euro „gebeten“ werden. Dabei zeichnet sich ab, dass nun auch deutsche Firmen dem amerikanischen Trend folgen, die Top-Manager der Führungsetage im Rahmen größerer Fehltritte zur Rechenschaft zu ziehen, denn letztlich geht es im Fall Samuelsson nicht darum, ob es sich bei den Vorfällen um eine Bereicherung der Topmanager handelte, sondern ob sie ihrer Sorgfaltspflicht nicht nachgekommen sind.

Artikelbild: Wikipedia – Creativ Commons Lizenz – MAN Constellation – – – Quelle: welt.de

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