Chris Williamson: Es geht weiter bergab – Deutsche Wirtschaft stagniert

Der Freudentaumel ist vorbei. Das Wirtschaftswachstum wird Deutschland und Europaweit vorerst zum Erliegen kommen. Die Zeichen dieser Einschätzung mehren sich und auch Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson kann nur noch nüchtern verlautbaren: „Die nach vorn blickenden Indikatoren deuten darauf hin, dass es in den kommenden Monaten noch weiter bergab gehen wird.“

Vorausgegangen war der Umstand, dass der Einkaufsmanagerindex für die europäische Privatwirtschaft im September auf unter 50 Punkte fiel und somit die wichtige 50er-Marke, welche Wachstum signalisiere unterschritt. Ermittelt wird dieser Index über eine Umfrage unter mehreren Tausend Unternehmen.

Doch auch für die weiteren Sektoren sieht die Lage nicht besser aus. Kann sich der deutsche Index für die Privatwirtschaft noch auf 50,8 Punkte retten, sieht es für die des Dienstleistungssektors, mit 49,1, und Industrie, mit 49 Punkten, wenig rosig aus. Stagnation heißen nun die Verlautbarungen.

Eine Rezessionsgefahr herrscht nach Meinung der deutschen Bundesbank dennoch nicht. Die Instanz erwartet für das aktuelle Quartal eine kräftige Verbesserung der Lage und geht von einem eher „moderaten Wachstumstempo“ aus. Zwar werde der Export vermutlich auf Grund der schlechten Wirtschaftslage in Übersee zurückgehen, ein Anzug des privaten Konsums  auf Grund des guten Beschäftigungsgrades in der Bundesrepublik kann diese Entwicklung jedoch vermutlich Summa Summarum auffangen und die Anzeichen einer kleinen Rezession abwenden.

Artikelbild: Flickr – Creative Commons Lizenz – BineHerzog

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