Lufthansa auf dem Boden der Tatsachen – Nach Gewinnwarnung nun auf Sparkurs

Die Negativschlagzeilen der deutschen Firmenschwergewichte reißen nicht ab. Vermeldete einerseits der Arzneimittelkonzern Stada erst Abschreibungen in Millionenhöhe und plagen unterdessen die Commerzbank Sorgen um die Insolvenz Griechenlands, so schlug auf negative Weise auch die Lufthansa AG, ihres Zeichen größte Fluggesellschaft Deutschlands in die Kerbe der Hiobsbotschaften. Mit einer Gewinnwarnung schockierte die DLH Anleger und Investoren.

Im Zuge der Schadensbegrenzung verlautete heute die Lufthansa, dass sie auf einen radikalen Sparkurs setzen werde und den drohenden wirtschaftlichen Abschwung mit einer Reduzierung des Flugangebotes entgegen zu schauen. Gegenüber der Süddeutschen ließ Lufthansavorstand Spohr vermelden: “Wir nehmen einen Teil der zusätzlich vorgesehenen Kapazität aus der Planung, indem wir Frequenzen reduzieren, einzelne Verbindungen streichen und kleinere Flugzeuge einsetzen”

Auf den ersten Blick kein schlechter Schachzug, gilt es den gemeinhin als wenig lukrativ und Gewinnfördernd mit leeren Passagiermaschinen durch den Himmel zu fliegen. Dennoch darf bei dieser Tatsache nicht mit zweierlei Maß gemessen werden – stellte doch direkter Konkurrent in Kurz- und Mittelstrecke Air Berlin ähnliche Maßnahmen als Sparprogramm vor. Die AB setzt dabei unter dem neuen Leiter Mehdorn auf eine Reduzierung der Flotte um 20 Flugzeuge und Einsparungen von etwa 200 Millionen Euro. Von einer intelligenten Anpassung an eine ändernde Marktsituation kann bei dieser Reaktion seitens der Lufthansa nicht mehr gesprochen werden, beklagen doch reisende zunehmend den nachlassenden Service der Fluggesellschaft.

Auch die Spekulanten bleiben bei den Plänen der Lufthansa skeptisch. Der Aktienkurs der deutschen Lufthansa verlor im heutigen Handel wieder 2,5%

Artikelbild: Flickr – Creative Commons Lizenz – loop_oh

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